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ZOLL AED 3 im Vergleich: Touchscreen, Uni-padz und WLAN

⏱ 11 Min. LesezeitKategorie: Themen-RatgeberAktualisiert: 16.09.2026
ZOLL AED 3 im Vergleich: Touchscreen, Uni-padz und WLAN
Kurz beantwortet: Der ZOLL AED 3 löst zwei Dinge anders als der AED Plus: Er hat ein Touchscreen-Display serienmäßig und eine Universalelektrode (CPR Uni-padz), bei der der Kindermodus am Gerät aktiviert wird — ein zweites Kinderpad entfällt. Gegenüber dem aluderm-AED bleiben drei belegte Unterschiede: 2,5 kg gegen 1,5 kg Gewicht, Falltest 1 m gegen 1,5 m und ein Selbsttest, der ab Werk nur alle sieben Tage statt täglich läuft. Umgekehrt bietet der AED 3 mit Real CPR Help eine Messung der Drucktiefe, die der aluderm-AED nicht hat.

Der ZOLL AED 3 ist das jüngere und technisch aufwendigere Gerät im ZOLL-Programm: Touchscreen serienmäßig, eine Universalelektrode für Erwachsene und Kinder, optionales WLAN für die Flottenüberwachung. Dieser Vergleich zeigt, was das gegenüber dem aluderm-AED bedeutet — und wo sich der AED 3 vom älteren AED Plus unterscheidet, was für die Kaufentscheidung oft wichtiger ist als der Markenvergleich.

Zusammengestellt vom Vertriebspartner Steinbach & Gaukel – Vertrieb der Marke aluderm® / W. Söhngen GmbH. Die vorgestellten Geräte sind MDR-konform; der aluderm-AED A2 wird mit 8 Jahren Hersteller-Garantie geliefert. Die Geräte sind zum Kauf und zur monatlichen Miete erhältlich; Wartung und Service erbringen wir gemeinsam mit unserem Partner TÜV SÜD.
Fachlich zusammengestellt für die Praxis · zuletzt aktualisiert 09/2026 · ersetzt keine medizinische Beratung.

Wer sich mit ZOLL beschäftigt, steht meist vor zwei Geräten: dem lange etablierten AED Plus und dem neueren AED 3. Sie unterscheiden sich stärker voneinander, als die gemeinsame Marke vermuten lässt — bei Elektroden, Display, Batterie und Gewicht. Dieser Vergleich nimmt deshalb zwei Fragen auf einmal: Wie steht der AED 3 zum aluderm-AED der W. Söhngen GmbH, und was unterscheidet ihn vom AED Plus. Alle ZOLL-Angaben stammen aus dem technischen Datenblatt MCN IP 2201 0555 AHA, abgerufen am 15. September 2026. Steinbach & Gaukel ist Vertriebspartner der Marke aluderm und damit nicht neutral; deshalb steht hier keine Zahl ohne Quelle.

CPR Uni-padz: eine Elektrode für Erwachsene und Kinder

Das ist die wichtigste Neuerung des AED 3 und zugleich der Punkt, an dem ein verbreitetes Verkaufsargument gegen ZOLL nicht mehr greift. Beim AED Plus braucht es für Kinder die separaten Pedi-padz II — ein zweites Verbrauchsteil, das beschafft, gelagert und in seinem Verfallsdatum überwacht werden muss. Der AED 3 arbeitet stattdessen mit den CPR Uni-padz: eine Universalelektrode für beide Patientengruppen, der Kindermodus wird am Gerät aktiviert.

Damit löst ZOLL dieselbe Aufgabe wie der aluderm-AED mit seiner Kindertaste — nur über einen anderen Weg. Beide Geräte kommen mit einem einzigen Elektrodensatz aus, beide schalten am Gerät um. In diesem Punkt gibt es also keinen Unterschied, und wer ihn behauptet, verwechselt den AED 3 mit dem AED Plus. Unterschiedlich sind lediglich die Energiestufen im Kindermodus: Der AED 3 arbeitet mit 50, 70 oder 85 Joule, der aluderm-AED mit 50 Joule.

Für Einrichtungen mit Kindern — Schulen, Kitas, Bäder, Vereine, Freizeitanlagen — bedeutet das: Beide Geräte sind in dieser Hinsicht gleich gut geeignet. Die Entscheidung fällt an anderer Stelle.

Die Gegenüberstellung

Quellenkürzel: [S2] Söhngen-Produktinformation aluderm-AED A2, Art. 0102209, Stand 26.06.2026 · [S] weitere Söhngen-Produktangaben · [Z3] ZOLL-Datenblatt AED 3, MCN IP 2201 0555 AHA (abgerufen 15.09.2026).

Merkmalaluderm-AED A2ZOLL AED 3
KinderlösungKindertaste im Gerät, 50 J, ein Elektrodensatz [S2]Kindermodus am Gerät, CPR Uni-padz für beide Gruppen, 50/70/85 J [Z3]
Display5-Zoll-Farbdisplay mit Grafikführung [S]Touchscreen-LCD serienmäßig, 5,39 x 9,5 cm [Z3]
Feedback zur HerzdruckmassageMetronom für die Frequenz; keine Tiefenmessung [S2]Real CPR Help: Frequenz und Drucktiefe in Echtzeit [Z3]
Gewicht1,5 kg [S2]2,5 kg [Z3]
Maße232 x 209 x 59 mm [S2]127 x 236 x 247 mm [Z3]
Falltest1,5 m [S2]1 m; Stoß IEC 60068-2-27, 100G [Z3]
Selbsttesttäglich [S2]konfigurierbar täglich oder alle 7 Tage, Werkseinstellung alle 7 Tage [Z3]
Schockprotokollhalbautomatisch; Schocktaste mit Ausfallsicherung [S2]halbautomatisch oder vollautomatisch konfigurierbar [Z3]
Energie Erwachsene150 J [S2]120 / 150 / 200 J ansteigend [Z3]
Ladezeit7 Sekunden [S2]unter 10 Sekunden [Z3]
Batterie5 Jahre, bis zu 200 Schocks [S2]5 Jahre Standby, 140 Schocks bei 200 J, versiegelter Einwegpack [Z3]
Elektroden-Standzeit5 Jahre [S2]5 Jahre [Z3]
Schutzartspritzwassergeschützt; IP55 nach Söhngen-Produktangabe [S]IP55 [Z3]
KonnektivitätFernüberwachung möglich [S2]optional WLAN 802.11 a/b/g/n [Z3]
DatenaufzeichnungEKG bis 8 Stunden [S2]1 oder 2 Ereignisse, insgesamt 120 Minuten [Z3]
ZusatzfunktionenImplantat- und Pulserkennung [S2]keine belegte Angabe
Herstellergarantie8 Jahre [S]im Datenblatt nicht angegeben
Miete möglichja, inkl. Wartung und Service mit dem Partner TÜV SÜD [S]keine belegte Angabe

AED 3 oder AED Plus? Die Unterschiede innerhalb der Marke

Viele Interessenten vergleichen zuerst die beiden ZOLL-Modelle miteinander, bevor sie überhaupt zu einem anderen Hersteller schauen. Die Unterschiede sind erheblich:

Der AED Plus arbeitet mit den einteiligen CPR-D-padz für Erwachsene und braucht für Kinder die separaten Pedi-padz II. Sein LCD-Display ist optional. Dafür läuft er mit zehn handelsüblichen Lithiumzellen vom Typ 123A, die sich überall nachkaufen lassen, und schafft damit 225 Schocks. Er wiegt 3,1 Kilogramm.

Der AED 3 hat den Touchscreen serienmäßig, die Uni-padz für beide Patientengruppen und optional WLAN für die zentrale Überwachung mehrerer Geräte. Seine Batterie ist ein versiegelter Einwegpack mit 140 Schocks — bequemer, aber nicht im Elektromarkt nachkaufbar. Er wiegt 2,5 Kilogramm. Gemeinsam haben beide Real CPR Help, IP55, die Werkseinstellung „Selbsttest alle sieben Tage“ und die Wahlmöglichkeit zwischen halb- und vollautomatischem Betrieb. Die ausführliche Gegenüberstellung zum älteren Modell steht auf der Seite ZOLL AED Plus im Vergleich.

Wo die Unterschiede zum aluderm-AED liegen

Zugunsten des ZOLL AED 3: Real CPR Help misst die Drucktiefe und gibt dem Helfer in Echtzeit Rückmeldung — der aluderm-AED gibt per Metronom nur die Frequenz vor. Das ist ein echter Funktionsunterschied, und die Leitlinien des European Resuscitation Council betonen die Qualität der Thoraxkompression ausdrücklich. Dazu kommen der Touchscreen und das optionale WLAN, das bei mehreren Standorten die zentrale Statusüberwachung erleichtert. Zugunsten des aluderm-AED: ein Kilogramm weniger Gewicht, Falltest aus 1,5 statt 1 Meter und ein Selbsttest, der ab Werk täglich läuft statt alle sieben Tage. Der letzte Punkt wird unterschätzt: Wer den AED 3 nicht bewusst umkonfiguriert, erfährt einen Gerätefehler im ungünstigsten Fall sechs Tage später als nötig. Dazu kommt die Batterie-Logik — beim aluderm-AED bis zu 200 Schocks, beim AED 3 140 bei maximaler Energie; die Zahlen sind wegen der unterschiedlichen Energiestufen allerdings nur bedingt vergleichbar. Gleichauf: Elektroden-Standzeit fünf Jahre, Batterie-Standby fünf Jahre, Schutzart IP55, Kinderlösung ohne zweites Verbrauchsteil, Betriebstemperatur 0 bis 50 °C. Bei der Garantie macht ZOLL im Datenblatt keine Angabe; für den aluderm-AED werden acht Jahre genannt.

Für welchen Einsatz welches Gerät passt

Wo regelmäßig trainiert wird und viele Helfer in Frage kommen — Betriebe mit aktiver Ersthelfer-Organisation, Sportstätten, Rettungsdienst-nahe Strukturen —, ist die Tiefenmessung des AED 3 ein starkes Argument. Wo viele Standorte zentral überwacht werden sollen, spricht das optionale WLAN dafür; allerdings bietet auch der aluderm-AED eine Fernüberwachung, sodass dieser Punkt in der Praxis zu prüfen ist. Wo das Gerät getragen oder beansprucht wird — über Etagen, im Fahrzeug, auf dem Gelände, bei Veranstaltungen —, sprechen 1,5 kg und der höhere Falltest für den aluderm-AED. Wo niemand regelmäßig nach dem Gerät schaut, ist der tägliche Selbsttest der sicherere Weg. Und wo kein Investitionsbudget bereitsteht, gibt es den aluderm-AED zusätzlich zur monatlichen Miete inklusive Wartung und Service über den Partner TÜV SÜD — siehe AED mieten oder kaufen.

Zur Quellenlage

Alle Angaben zum AED 3 stammen aus dem technischen Datenblatt von ZOLL, Dokument MCN IP 2201 0555 AHA, abgerufen am 15. September 2026. Nicht enthalten und deshalb hier offen geführt: die Garantiedauer sowie Angaben zu Implantat- oder Pulserkennung. Auf unserer Seite beruhen Gewicht, Maße, Standzeiten, Falltest, Ladezeit, Selbsttest und Kindertaste auf der Söhngen-Produktinformation zum aluderm-AED A2 vom 26. Juni 2026; die Angabe IP55 stammt aus weiteren Söhngen-Produktangaben und ist entsprechend gekennzeichnet.

Fazit

Der ZOLL AED 3 ist das modernere der beiden ZOLL-Geräte und räumt mit der Uni-padz genau den Nachteil aus, den der AED Plus bei Kindern hat. Gegenüber dem aluderm-AED bleiben drei belegte Unterschiede: ein Kilogramm mehr Gewicht, ein niedrigerer Falltest und ein Selbsttest, der ab Werk nur wöchentlich läuft. Sein stärkstes Argument ist die Messung der Drucktiefe bei der Herzdruckmassage, die der aluderm-AED nicht bietet. Wer viel trainiert, sollte das ernst nehmen; wer ein leichtes, robustes Gerät mit täglichem Selbsttest und der Option auf Miete inklusive Wartung sucht, ist mit dem aluderm-AED gut beraten. Kostenlos und unverbindlich anfragen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen ZOLL AED 3 und AED Plus?
Der AED 3 hat ein Touchscreen-Display serienmäßig, die Universalelektrode CPR Uni-padz für Erwachsene und Kinder sowie optional WLAN, und wiegt 2,5 Kilogramm. Der AED Plus hat ein optionales LCD, braucht für Kinder separate Pedi-padz II, läuft mit zehn handelsüblichen 123A-Lithiumzellen und wiegt 3,1 Kilogramm.
Braucht der ZOLL AED 3 separate Kinderelektroden?
Nein. Der AED 3 arbeitet mit den CPR Uni-padz, einer Universalelektrode für Erwachsene und Kinder; der Kindermodus wird am Gerät aktiviert. Damit entfällt das zweite Verbrauchsteil, das beim AED Plus nötig ist. Der aluderm-AED löst dasselbe über eine Kindertaste im Gerät.
Wie oft führt der ZOLL AED 3 einen Selbsttest durch?
Der automatische Selbsttest ist täglich oder alle sieben Tage konfigurierbar; die Werkseinstellung liegt bei alle sieben Tage. Der aluderm-AED testet sich täglich. Wer den AED 3 nicht umkonfiguriert, bemerkt einen Fehler im ungünstigsten Fall sechs Tage später.
Wie viele Schocks schafft die Batterie des AED 3?
Laut Datenblatt 140 Defibrillationen bei maximaler Energie von 200 Joule, bei fünf Jahren Standby-Lebensdauer. Es handelt sich um einen versiegelten Einwegpack, nicht um handelsübliche Zellen wie beim AED Plus. Der aluderm-AED kommt auf bis zu 200 Schocks bei 150 Joule.
Hat der AED 3 eine Rückmeldung zur Drucktiefe?
Ja, über Real CPR Help mit Echtzeit-Rückmeldung zu Frequenz und Drucktiefe der Herzdruckmassage. Der aluderm-AED A2 gibt per Metronom nur die Frequenz vor und misst die Tiefe nicht.
Wie schwer ist der ZOLL AED 3?
2,5 Kilogramm bei Maßen von 127 mal 236 mal 247 Millimetern. Der aluderm-AED A2 wiegt 1,5 Kilogramm, der ZOLL AED Plus 3,1 Kilogramm.

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Quellen & weiterführende Informationen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische, rechtliche oder betriebsorganisatorische Beratung. Inhaltlicher Stand: 13.09.2026.

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