Vertriebspartner
Steinbach & Gaukel
GERÄTEVERGLEICH

Defibtech Lifeline AED und aluderm-AED im Vergleich

⏱ 10 Min. LesezeitKategorie: Themen-RatgeberAktualisiert: 16.09.2026
Defibtech Lifeline AED und aluderm-AED im Vergleich
Kurz beantwortet: Beide Geräte sind halbautomatisch, arbeiten mit 150 Joule für Erwachsene und 50 Joule für Kinder, führen täglich einen Selbsttest durch und geben per Metronom die Taktfrequenz für die Herzdruckmassage vor. Der Defibtech punktet mit einer Batterie-Standby-Lebensdauer von bis zu 7 Jahren und einer Ladezeit unter 4 Sekunden. Der aluderm-AED ist mit 1,5 kg leichter, hält einen Falltest aus 1,5 m statt 1 m aus und hat den Kindermodus als Taste im Gerät statt in separaten Elektroden.

Der Defibtech Lifeline ist ein sehr solide konstruierter halbautomatischer Defibrillator aus den USA, der in Europa vor allem über Fachhändler vertrieben wird. Im Vergleich zum aluderm-AED zeigt sich ein ungewöhnliches Bild: Beim wichtigsten Kostentreiber über die Nutzungsdauer liegt Defibtech vorn, bei Gewicht, Robustheit und Kindermodus der aluderm-AED. Alle Werte stammen aus dem Defibtech-Datenblatt DAC-A704-EN-BB.

Zusammengestellt vom Vertriebspartner Steinbach & Gaukel – Vertrieb der Marke aluderm® / W. Söhngen GmbH. Die vorgestellten Geräte sind MDR-konform; der aluderm-AED A2 wird mit 8 Jahren Hersteller-Garantie geliefert. Die Geräte sind zum Kauf und zur monatlichen Miete erhältlich; Wartung und Service erbringen wir gemeinsam mit unserem Partner TÜV SÜD.
Fachlich zusammengestellt für die Praxis · zuletzt aktualisiert 09/2026 · ersetzt keine medizinische Beratung.

Der Defibtech Lifeline AED (Modellreihe DDU-100) wird von Defibtech LLC in Guilford, Connecticut hergestellt. Er gilt als robustes, unkompliziertes Gerät und ist einer der wenigen Wettbewerber, bei dem sich im direkten Vergleich mit dem aluderm-AED ein klarer Punkt zugunsten der Gegenseite findet — das gehört auf eine Vergleichsseite, die ernst genommen werden will. Alle Defibtech-Angaben stammen aus dem technischen Datenblatt DAC-A704-EN-BB vom 3. Oktober 2018. Ein Hinweis dazu: Dieses Dokument ist ausdrücklich für den US-Vertrieb bestimmt; seine technischen Werte sind verwertbar, die darin enthaltenen rechtlichen Aussagen — etwa zur US-Verschreibungspflicht — gelten für Deutschland nicht und bleiben hier außen vor. Steinbach & Gaukel ist Vertriebspartner der Marke aluderm und damit nicht neutral.

Die Gegenüberstellung

Quellenkürzel: [S2] Söhngen-Produktinformation aluderm-AED A2, Art. 0102209, Stand 26.06.2026 · [S] weitere Söhngen-Produktangaben · [D] Defibtech-Datenblatt DAC-A704-EN-BB (2018).

Merkmalaluderm-AED A2Defibtech Lifeline (DDU-100)
Schockprotokollhalbautomatisch; Schocktaste mit Ausfallsicherung [S2]halbautomatisch [D]
Energie Erwachsene / Kinder150 J / 50 J [S2]150 J / 50 J [D]
KindermodusKindertaste im Gerät [S2]über separate Kinderelektroden DDP-200P [D]
Ladezeit7 Sekunden bis zur Schockabgabe [S2]4 Sekunden oder weniger ab „Schock empfohlen“ [D]
Batterie-Standzeit5 Jahre, bis zu 200 Schocks [S2]7 Jahre mit DBP-2800 (300 Schocks) bzw. 5 Jahre mit DBP-1400 [D]
Elektroden-Standzeit5 Jahre [S2]im Datenblatt nicht angegeben
Selbsttesttäglich [S2]täglich, wöchentlich, monatlich und quartalsweise; Elektroden täglich geprüft [D]
HLW-UnterstützungMetronom [S2]Metronom [D]
Schutzartspritzwassergeschützt; IP55 nach Söhngen-Produktangabe [S]IP54 — staubgeschützt, spritzwassergeschützt [D]
Falltest1,5 m [S2]1 m nach MIL-STD-810F [D]
Gewicht1,5 kg [S2]1,9 kg bzw. 2,0 kg je nach Batterie [D]
Maße232 x 209 x 59 mm [S2]22 x 30 x 7 cm [D]
Temperaturkeine belegte AngabeBetrieb und Standby 0 °C bis 50 °C; -20 °C für maximal 1 Stunde [D]
DatenaufzeichnungEKG bis 8 Stunden [S2]bis 12 Stunden EKG auf entnehmbarer Datenkarte [D]
ZusatzfunktionenImplantat- und Pulserkennung; Fernüberwachung [S2]beleuchtete Bedientasten; Statusanzeige visuell und akustisch [D]
SprachenDE / EN / FR [S2]keine belegte Angabe
Marke / HerstellerMarke der W. Söhngen GmbH, Taunusstein; Gerätehersteller Vivest, Herkunftsland China [S2]Defibtech LLC, Guilford/USA [D]
Herstellergarantie8 Jahre [S]im Datenblatt nicht angegeben
Miete möglichja, inkl. Wartung und Service mit dem Partner TÜV SÜD [S]keine belegte Angabe

Sieben Jahre Batterie — der Punkt für Defibtech

Fangen wir mit dem an, was gegen uns spricht. Defibtech gibt für den Batteriepack DBP-2800 eine Standby-Lebensdauer von sieben Jahren an, bei 300 möglichen Schocks; die kleinere Variante DBP-1400 kommt auf fünf Jahre. Der aluderm-AED liegt bei fünf Jahren und bis zu 200 Schocks. Über eine Nutzungsdauer von acht Jahren gerechnet heißt das: Mit dem großen Defibtech-Pack reicht rechnerisch ein Batteriesatz für fast die gesamte Zeit, beim aluderm-AED steht nach fünf Jahren ein Wechsel an.

Das ist ein realer Vorteil, und er sollte nicht kleingeredet werden. Zwei Dinge gehören allerdings daneben. Erstens: Die sieben Jahre gelten laut Datenblatt für den großen Pack in Kombination mit einer 9-Volt-ASI-Batterie, typisch bei 25 °C — also unter definierten Bedingungen, nicht pauschal. Zweitens, und das wiegt schwerer: Zur Standzeit der Elektroden macht das Defibtech-Datenblatt keine Angabe.

Elektroden sind bei jedem AED der häufigere und damit teurere Wechselposten. Ohne diese Zahl lässt sich die Gesamtkostenrechnung über acht Jahre nicht aufmachen — der Batterievorteil steht also einer offenen Position gegenüber. Beim aluderm-AED sind beide Werte belegt: fünf Jahre Batterie, fünf Jahre Elektroden. Wer die Kosten sauber vergleichen will, sollte die Elektroden-Standzeit beim Defibtech-Händler erfragen; die Systematik dafür steht im Ratgeber Defibrillator-Kosten.

Gewicht, Falltest, Schutzart

Beim Gehäuse dreht sich das Bild. Der aluderm-AED A2 wiegt 1,5 Kilogramm, der Lifeline je nach Batteriepack 1,9 oder 2,0 Kilogramm — ein knappes halbes Kilo Unterschied, das spürbar wird, wenn jemand das Gerät im Notfall durch ein Gebäude oder über ein Gelände trägt. Beim Falltest liegt der A2 bei 1,5 Metern, der Lifeline bei einem Meter nach MIL-STD-810F.

Bei der Schutzart ist der Abstand klein, aber er hat eine praktische Bedeutung: Defibtech nennt IP54 — staubgeschützt und gegen Spritzwasser geschützt. Die für den aluderm-AED geführte Angabe lautet IP55, also Schutz gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel. Der Unterschied zwischen Spritz- und Strahlwasser entscheidet dort, wo mit Schlauch oder Hochdruck gereinigt wird — in Küchen, Werkstätten, Bädern, auf Betriebshöfen. Zur Einordnung: Der Philips HeartStart HS1 liegt mit IP21 deutlich darunter, der ZOLL AED Plus ebenfalls bei IP55.

Beide Geräte sind für den Betrieb von 0 bis 50 °C ausgelegt; Defibtech nennt zusätzlich eine Kältegrenze von -20 °C für maximal eine Stunde. Für Standorte, die dauerhaft unter null liegen, ist keines der beiden Geräte gedacht — dazu der Ratgeber AED im Außenbereich.

Bedienung und Kindermodus

In der Bedienung sind sich beide Geräte ähnlicher, als man erwarten würde: halbautomatisch mit Schocktaste, Sprachansagen, und beide geben per Metronom die Frequenz für die Herzdruckmassage vor. Eine Messung der Drucktiefe bietet keines von beiden — die hat im Vergleichsfeld nur der ZOLL AED Plus.

Der Unterschied liegt beim Kindermodus. Beim Lifeline wird dafür die separate Elektrode DDP-200P für Kinder unter 8 Jahren beziehungsweise unter 25 Kilogramm benötigt — ein Zubehörteil, das beschafft, gelagert und in seinem Verfallsdatum überwacht werden muss. Beim aluderm-AED sitzt eine Kindertaste im Gerät. In Schulen, Kitas, Bädern und Vereinen ist das der spürbarere Unterschied im Alltag, weil er eine zweite Beschaffungs- und Überwachungsposition erspart.

Ein kleiner, aber erwähnenswerter Punkt zugunsten von Defibtech: Die Ladezeit von unter 4 Sekunden ab der Schockempfehlung ist kürzer als die 7 Sekunden des A2. In der Praxis liegt der Zeitverlust bei einer Reanimation an ganz anderen Stellen — beim Auffinden des Geräts, beim Freimachen des Oberkörpers, beim Aufkleben der Elektroden —, aber die Zahl steht so im Datenblatt und gehört fairerweise genannt.

Für welchen Einsatz welches Gerät passt

Wo möglichst selten jemand an das Gerät muss — abgelegene Standorte, Objekte ohne festen Kümmerer, Ferienanlagen —, ist die lange Batterie-Standzeit des Defibtech ein starkes Argument, sofern die Elektroden-Standzeit geklärt ist. Wo das Gerät bewegt oder rau behandelt wird — Werkstatt, Betriebshof, Fahrzeug, Veranstaltung —, sprechen 1,5 kg, der Falltest aus 1,5 m und die höhere Schutzart für den aluderm-AED. Wo Kinder regelmäßig anwesend sind, ist die Kindertaste im Gerät der einfachere Weg. Wo die Gesamtkosten sauber geplant werden müssen, zählt, dass beim aluderm-AED beide Standzeiten belegt sind. Und wo kein Investitionsbudget bereitsteht, gibt es den aluderm-AED zusätzlich zur monatlichen Miete inklusive Wartung und Service über den Partner TÜV SÜD — siehe AED mieten oder kaufen.

Zur Quellenlage

Alle Defibtech-Angaben stammen aus dem technischen Datenblatt DAC-A704-EN-BB vom 3. Oktober 2018. Das Dokument trägt den Vermerk, dass es für den US-Vertrieb bestimmt ist; die technischen Werte sind davon unberührt, die rechtlichen Hinweise darin — etwa zur Verschreibungspflicht nach US-Bundesrecht — gelten in Deutschland nicht und sind hier bewusst nicht wiedergegeben. Nicht im Datenblatt enthalten und deshalb hier als offen geführt: Elektroden-Standzeit, Garantiedauer und verfügbare Sprachen.

Auf unserer Seite beruhen Gewicht, Maße, Standzeiten, Falltest, Ladezeit und Kindertaste auf der Söhngen-Produktinformation zum aluderm-AED A2 vom 26. Juni 2026. Die Angabe IP55 stammt aus weiteren Söhngen-Produktangaben und ist auf diesem Datenblatt nicht wiederholt; sie ist entsprechend gekennzeichnet.

Fazit

Der Defibtech Lifeline ist ein ernstzunehmendes Gerät, und bei der Batterie-Standzeit von bis zu sieben Jahren liegt er vor dem aluderm-AED — das ist der sauberste Punkt, den ein Wettbewerber in diesem Vergleichsfeld setzt. Dem stehen eine offene Elektroden-Standzeit, ein halbes Kilo mehr Gewicht, ein niedrigerer Falltest, die kleinere Schutzart und der Kindermodus über separate Elektroden gegenüber. Wer ein Gerät sucht, das selten angefasst wird, sollte Defibtech ansehen; wer eines sucht, das getragen, beansprucht und auch bei Kindern eingesetzt wird, ist mit dem aluderm-AED besser bedient. Kostenlos und unverbindlich anfragen.

Häufige Fragen

Hält die Batterie beim Defibtech Lifeline wirklich sieben Jahre?
Das Datenblatt nennt für den großen Batteriepack DBP-2800 eine Standby-Lebensdauer von sieben Jahren bei 300 möglichen Schocks, typisch bei 25 Grad Celsius und in Kombination mit einer 9-Volt-ASI-Batterie. Der kleinere Pack DBP-1400 kommt auf fünf Jahre. Der aluderm-AED liegt bei fünf Jahren.
Wie lange halten die Elektroden beim Lifeline?
Dazu macht das Defibtech-Datenblatt keine Angabe. Da Elektroden über die Nutzungsdauer häufiger gewechselt werden als Batterien, lässt sich ohne diese Zahl keine Gesamtkostenrechnung aufstellen. Beim aluderm-AED sind es fünf Jahre.
Welche Schutzart hat der Defibtech Lifeline?
IP54 laut Datenblatt, also staubgeschützt und gegen Spritzwasser geschützt. Für den aluderm-AED wird IP55 geführt, also zusätzlich Schutz gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel. Der Unterschied zählt dort, wo mit Schlauch oder Hochdruck gereinigt wird.
Wie funktioniert der Kindermodus beim Lifeline?
Über separate Kinderelektroden vom Typ DDP-200P für Kinder unter 8 Jahren beziehungsweise unter 25 Kilogramm. Sie müssen zusätzlich beschafft, gelagert und in ihrem Verfallsdatum überwacht werden. Beim aluderm-AED schaltet eine Kindertaste am Gerät um.
Gibt der Lifeline Rückmeldung zur Herzdruckmassage?
Er gibt per Metronom die Taktfrequenz vor — genau wie der aluderm-AED A2. Eine Messung der Drucktiefe bietet keines der beiden Geräte; diese Funktion hat im Vergleichsfeld nur der ZOLL AED Plus.
Wie schwer ist der Defibtech Lifeline?
1,9 Kilogramm mit dem kleinen und 2,0 Kilogramm mit dem großen Batteriepack, bei Maßen von 22 mal 30 mal 7 Zentimetern. Der aluderm-AED A2 wiegt 1,5 Kilogramm.

Unverbindlich anfragen

Stellen Sie sich Ihre AED-Ausstattung zusammen und fordern Sie ein kostenloses, unverbindliches Angebot an. Der Söhngen-Innendienst meldet sich bei Ihnen.

Produkte ansehen & Angebot anfordern

Quellen & weiterführende Informationen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische, rechtliche oder betriebsorganisatorische Beratung. Inhaltlicher Stand: 13.09.2026.

Passend dazu

← Zurück zur Ratgeber-Übersicht