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CardiLink: AED-Fernüberwachung, die Betreibern Arbeit und Prüfaufwand abnimmt

⏱ 10 Min. LesezeitKategorie: Themen-RatgeberAktualisiert: 10.08.2026
CardiLink: AED-Fernüberwachung, die Betreibern Arbeit und Prüfaufwand abnimmt

Ein AED muss über Jahre einsatzbereit bleiben – kontrolliert wird er im Alltag aber selten. Dieser Ratgeber erklärt, wie das CardiLink-Monitoring funktioniert, was es dokumentiert, wann die 2-jährige STK-Prüfung entfallen kann und für welche Betreiber sich das System besonders lohnt.

Kurz beantwortet: CardiLink überwacht Ihren AED aus der Ferne: Die täglichen Selbsttests werden automatisch dokumentiert und extern gespeichert, der Gerätestatus wird kontinuierlich überwacht, bei Problemen werden Sie benachrichtigt. Beim Einsatz von CardiLink kann die turnusmäßige 2-jährige STK-Prüfung gemäß der geltenden Hersteller- und Betreiberanforderungen entfallen.
Zusammengestellt vom Vertriebspartner Steinbach & Gaukel – Vertrieb der Marke aluderm® / W. Söhngen GmbH. Die vorgestellten Geräte sind MDR-konform; der aluderm-AED A2 wird mit 8 Jahren Hersteller-Garantie geliefert.
Fachlich zusammengestellt für die Praxis · zuletzt aktualisiert 08/2026 · ersetzt keine medizinische Beratung.

Ein AED wird angeschafft, an die Wand gehängt – und dann beginnt der eigentlich schwierige Teil: Das Gerät muss über Jahre hinweg jederzeit einsatzbereit bleiben, obwohl es im Idealfall nie gebraucht wird. Genau an dieser Stelle setzt CardiLink an, ein Fernüberwachungssystem für Defibrillatoren. Dieser Ratgeber erklärt sachlich, wie das AED-Monitoring funktioniert, welche Daten übertragen werden, was das für Ihre Pflichten als Betreiber bedeutet – und in welchen Fällen sich die Statusüberwachung besonders lohnt. Preise nennen wir bewusst nicht pauschal, denn sie hängen von Laufzeit und Stückzahl ab; sie werden im individuellen Angebot ausgewiesen.

Das unterschätzte Problem: der vergessene AED

Die meisten AED hängen still an ihrem Platz – im Flur, im Vereinsheim, neben der Rezeption. Moderne Geräte wie der aluderm-AED A1 und der aluderm-AED A2 führen zwar täglich einen automatischen Selbsttest durch und zeigen ihren Zustand über eine Statusanzeige an. Doch diese Anzeige nützt nur, wenn regelmäßig jemand hinschaut. In der Praxis passiert genau das oft nicht: Zuständigkeiten wechseln, der Kontrollgang gerät in Vergessenheit, und ob die Batterie schwächelt oder die Elektroden abgelaufen sind, fällt schlimmstenfalls erst im Notfall auf.

Dazu kommt die Dokumentation. Wer einen AED gewerblich betreibt, sollte Prüfungen und Kontrollen nachvollziehbar festhalten – im Ernstfall ist die lückenlose Dokumentation der beste Nachweis, dass Sie Ihren Betreiberpflichten nachgekommen sind. Welche Pflichten das im Einzelnen sind, erklärt ausführlich unser Ratgeber zur AED-Wartung nach MPBetreibV.

CardiLink ist ein System zur Fernüberwachung von Defibrillatoren, entwickelt von der CardiLink GmbH, einem auf vernetzte Notfallgeräte spezialisierten Anbieter. Die Grundidee: Der AED meldet seinen Zustand selbstständig über das Mobilfunknetz an eine gesicherte Cloud-Plattform. Der Betreiber muss nicht mehr regelmäßig physisch nach dem Gerät sehen, sondern wird aktiv informiert, sobald etwas nicht stimmt.

Für die aluderm-AED kommt dazu ein Kommunikationsmodul der Baureihe Heart Connect zum Einsatz. Es wird zusammen mit dem Gerät bestellt und kommt bereits vorkonfiguriert an: AED und Modul sind ab Werk miteinander verbunden und sofort einsatzbereit – eine Einrichtung durch den Betreiber, ein WLAN-Zugang oder eine Anbindung an die eigene IT sind nicht erforderlich, da die Übertragung über das Mobilfunknetz läuft.

So funktioniert das AED-Monitoring in der Praxis

Das Prinzip ist unspektakulär – und genau das ist seine Stärke:

1. Der AED testet sich selbst

Der aluderm-AED prüft täglich automatisch seine wichtigsten Funktionen, darunter Elektronik, Batterieladung und Energieabgabe. Diese Selbsttests laufen ohnehin – mit oder ohne Monitoring.

2. CardiLink dokumentiert die Ergebnisse automatisch

Mit CardiLink werden die Ergebnisse dieser Selbsttests automatisch dokumentiert und extern gespeichert. Es entsteht fortlaufend ein lückenloses, manipulationssicheres Prüfprotokoll außerhalb des Geräts – ohne dass jemand ein Prüfbuch führen, Listen abhaken oder Erinnerungen pflegen muss.

3. Der Status wird kontinuierlich überwacht

Über die Plattform ist der Zustand des Geräts jederzeit einsehbar: Ist der AED einsatzbereit? Wann lief der letzte Selbsttest? Nähern sich Batterie oder Elektroden dem Ende ihrer Laufzeit? Zusätzlich verfügt das Kommunikationsmodul über Bewegungssensoren und GPS – wird das Gerät bewegt, entnommen oder verändert sich sein Zustand, kann das System Alarmmeldungen auslösen. Gerade bei frei zugänglichen Standorten ist das ein praktischer Diebstahl- und Manipulationsschutz.

4. Sie werden benachrichtigt, wenn etwas zu tun ist

Der entscheidende Unterschied zum stillen Gerät an der Wand: Sie müssen nicht mehr daran denken, nachzusehen. Meldet der AED einen Fehler, einen anstehenden Batteriewechsel oder ablaufende Elektroden, erfahren Sie es rechtzeitig – und können reagieren, bevor die Einsatzbereitschaft gefährdet ist.

Dokumentation und STK: der rechtliche Hintergrund

Für gewerbliche Betreiber ist die Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) der Maßstab. Sie verlangt im Kern, dass das Gerät ordnungsgemäß betrieben, instand gehalten und nur von eingewiesenen Personen angewendet wird. Für bestimmte Medizinprodukte sieht die Verordnung außerdem regelmäßige sicherheitstechnische Kontrollen (STK) vor. Ob und in welchem Intervall eine STK für ein konkretes Gerät verpflichtend ist, hängt maßgeblich von den Vorgaben des Herstellers in Verbindung mit dem aktuellen Wortlaut der Verordnung ab – eine pauschale, für jeden AED gültige Frist gibt es nicht.

Für die aluderm-AED gilt nach den Angaben der W. Söhngen GmbH: Die STK-Prüfung erfolgt im Regelfall alle zwei Jahre durch einen externen Servicepartner. Das bedeutet wiederkehrenden Organisationsaufwand – Termin vereinbaren, Zugang ermöglichen, Nachweis ablegen – und wiederkehrende Kosten über die gesamte Nutzungsdauer des Geräts.

Der Punkt, der CardiLink für Betreiber besonders interessant macht: Beim Einsatz von CardiLink kann die turnusmäßige 2-jährige STK-Prüfung gemäß der geltenden Hersteller- und Betreiberanforderungen entfallen. Die automatische, lückenlose Dokumentation der täglichen Selbsttests tritt dann an die Stelle der wiederkehrenden Vor-Ort-Prüfung. Maßgeblich sind stets die aktuellen Vorgaben des Herstellers und die Anforderungen an den Betreiber – lassen Sie sich den Stand für Ihr Gerät im Angebot bestätigen.

Über die gesamte Lebensdauer eines AED von acht oder mehr Jahren summieren sich die eingesparten STK-Termine spürbar – nicht nur finanziell, sondern vor allem organisatorisch. Was rechtlich sonst noch für Betreiber gilt, haben wir im Ratgeber Defibrillator-Pflicht zusammengefasst.

Mit und ohne Monitoring: der direkte Vergleich

AufgabeOhne CardiLinkMit CardiLink
Selbsttest-Kontrolleregelmäßiger Kontrollgang, Statusanzeige ablesenautomatisch, mit Benachrichtigung bei Auffälligkeiten
Prüf-Dokumentationmanuell führen und aufbewahrenautomatisch, extern und lückenlos gespeichert
Batterie / Elektroden im BlickAblaufdaten selbst überwachenStatus jederzeit einsehbar, rechtzeitige Meldung
STK alle 2 JahreTermin organisieren, wiederkehrende Kostenkann gemäß Hersteller- und Betreiberanforderungen entfallen
Diebstahl / Entnahmefällt ggf. erst beim Kontrollgang aufBewegungssensor und GPS können Alarm auslösen
Mehrere Standorteje Standort eigene Kontrolle nötigalle Geräte in einer Übersicht

Für wen lohnt sich CardiLink besonders?

Betreiber mehrerer Standorte: Wer AED in mehreren Filialen, Werken, Liegenschaften oder Sportstätten betreibt, kennt das Problem – sechs Geräte bedeuten ohne Monitoring sechs Kontrollroutinen und sechs Prüfdokumentationen. Mit CardiLink laufen alle Geräte in einer Übersicht zusammen; der Zustand des gesamten Bestands ist auf einen Blick erkennbar.

Kommunen und öffentliche Einrichtungen: Öffentlich zugängliche AED – am Rathaus, im Bad, an der Sporthalle – sind besonders schwer zu kontrollieren und zugleich besonders exponiert. Die Kombination aus Statusüberwachung, Bewegungsalarm und Standortverfolgung adressiert genau diese Situation.

Vereine: Im Ehrenamt wechseln Zuständigkeiten häufig. Ein System, das von sich aus meldet, wenn etwas zu tun ist, ist hier oft zuverlässiger als jede Vereinbarung, wer „ab jetzt regelmäßig nach dem Defi schaut“.

Unternehmen mit Arbeitsschutz-Verantwortung: Wo der AED Teil des betrieblichen Erste-Hilfe-Konzepts ist, zählt die Nachweisbarkeit. Die automatische, externe Dokumentation liefert genau die Nachvollziehbarkeit, die im Ernstfall gefragt ist.

Für einen einzelnen AED in einem kleinen Büro, bei dem eine benannte Person die Statusanzeige zuverlässig im Blick hat, ist Monitoring dagegen kein Muss – es bleibt eine Komfort- und Sicherheitsentscheidung. Eine ehrliche Einordnung, welche Ausstattung zu welchem Einsatzbereich passt, finden Sie auch im Ratgeber AED kaufen.

CardiLink zum aluderm-AED: so läuft es ab

Am einfachsten ist die Bestellung zusammen mit dem Gerät: Der aluderm-AED wird dann inklusive vorkonfiguriertem CardiLink-Modul geliefert – beide Komponenten sind bereits miteinander verbunden und sofort einsatzbereit. Das Monitoring wird als Paket mit fester Laufzeit angeboten (beispielsweise acht Jahre und damit passend zur typischen Nutzungsdauer des Geräts); die verfügbaren Laufzeiten und Konditionen weist Ihr individuelles Angebot aus.

Wichtig zu wissen: Auch mit Monitoring bleibt der Betreiber in der Verantwortung. CardiLink nimmt Ihnen die Routineüberwachung und die Dokumentation ab – die gelegentliche Sichtprüfung des Standorts (Ist das Zubehör vollständig? Ist der Wandschrank unbeschädigt und zugänglich?) und der rechtzeitige Austausch von Batterie und Elektroden gehören weiterhin dazu. Und selbstverständlich braucht das Modul am Aufstellort Mobilfunkempfang.

Fazit: kleines Modul, großer Unterschied im Betrieb

Die Anschaffung eines AED ist der erste Schritt – der zuverlässige Betrieb über Jahre der zweite, oft unterschätzte. CardiLink macht aus dem stillen Gerät an der Wand ein Gerät, das sich meldet, wenn es Sie braucht: automatische Dokumentation der Selbsttests, externe Datenspeicherung, kontinuierliche Statusüberwachung und die Möglichkeit, dass die turnusmäßige 2-jährige STK-Prüfung gemäß den geltenden Hersteller- und Betreiberanforderungen entfällt. Für Betreiber mehrerer Geräte, für öffentlich zugängliche Standorte und überall dort, wo Zuständigkeiten wechseln, ist das Monitoring aus unserer Sicht die sinnvollste Ergänzung der AED-Ausstattung.

Ob CardiLink zu Ihrem Standort passt, stimmt der Söhngen-Innendienst gern unverbindlich mit Ihnen ab – oder Sie wählen das Modul direkt bei Ihrer Produktauswahl mit aus und fordern Ihr kostenloses, unverbindliches Angebot an.

Häufige Fragen

Was ist CardiLink genau?
CardiLink ist ein Fernüberwachungssystem für Defibrillatoren. Ein Kommunikationsmodul am AED überträgt Status- und Selbsttestdaten über das Mobilfunknetz an eine gesicherte Plattform. Der Betreiber sieht jederzeit, ob das Gerät einsatzbereit ist, und wird benachrichtigt, wenn etwas zu tun ist.
Kann mit CardiLink die STK-Prüfung wirklich entfallen?
Beim Einsatz von CardiLink kann die turnusmäßige 2-jährige STK-Prüfung gemäß der geltenden Hersteller- und Betreiberanforderungen entfallen, weil die täglichen Selbsttests automatisch und lückenlos dokumentiert werden. Maßgeblich sind immer die aktuellen Vorgaben des Herstellers und die Anforderungen an den Betreiber – lassen Sie sich den Stand für Ihr Gerät im Angebot bestätigen.
Braucht CardiLink WLAN oder einen Anschluss an unsere IT?
Nein. Die Übertragung läuft über das Mobilfunknetz; das Modul kommt vorkonfiguriert und mit dem AED verbunden an und ist sofort einsatzbereit. Nötig ist lediglich Mobilfunkempfang am Aufstellort.
Welche Daten überträgt das System?
Übertragen werden Geräte- und Statusinformationen, insbesondere die Ergebnisse der automatischen Selbsttests sowie Meldungen der Bewegungs- und Standortsensorik. Die Daten werden extern gespeichert und dienen der Einsatzbereitschafts-Kontrolle und der Dokumentation.
Ersetzt das Monitoring die Wartung komplett?
Nein. CardiLink übernimmt Routineüberwachung und Dokumentation. Der rechtzeitige Wechsel von Batterie und Elektroden, die Einweisung der Anwender und die gelegentliche Sichtprüfung des Standorts bleiben Aufgaben des Betreibers – das Monitoring erinnert Sie aber rechtzeitig daran.
Kann ich CardiLink auch für mehrere AED an verschiedenen Standorten nutzen?
Ja, gerade dann spielt das System seine Stärken aus: Alle Geräte laufen in einer gemeinsamen Übersicht zusammen, sodass der Zustand des gesamten Bestands zentral erkennbar ist – ohne Kontrollgänge an jedem einzelnen Standort.

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Stellen Sie sich Ihre AED-Ausstattung zusammen und fordern Sie ein kostenloses, unverbindliches Angebot an. Der Söhngen-Innendienst meldet sich bei Ihnen.

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Quellen & weiterführende Informationen

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische, rechtliche oder Förderberatung. Inhaltlicher Stand: 10.08.2026.

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